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Anarchie & Selbstorganisation
 
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In dieser Gruppe informieren und diskutieren wir darüber, was Anarchie, Selbstbestimmung und Selbstorganisation für uns im Alltag, im wissenschaftlichen Kontext sowie für das Verständnis von Demokratie, Schwarmintelligenz und unser Menschenbild bedeutet.

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Einführung zum Ansatz der Selbstorganisation in der Wissenschaft

Einführung zum Ansatz der Selbstorganisation in der Wissenschaft

18.02.2014
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  •  Moppi: 
     

    So wie ich das sehe ist die Demokratie also dreierlei nicht:
    es sichert nicht die individuellen Rechte und Freiheiten,
    es etabliert keine gleiche Staatsbürgerschaft und Gleichheit, schon garnicht im Osten Deutschlands, da ist nur das Papier geduldig
    und das es eine politische Solidarität etabliert sehe ich auch nicht, im gegenteil, seit 25 Jahren werden die Linken boykottiert.

    Mit anderen Worten Demokratie ist eine leere Worthülse. Ein Versprechen das nie gehalten wird.

     
     23.10.2014 
    1 Punkt
     
  •  Anonym: 
     

    Zur Verständnis von Demokratie:

    Der ehemalige Staatsminister für Kultur und Medien der deutschen Bundesregierung behauptet dass die Demokratie oft Missverstanden wird und hat dafür 3 Thesen aufgestellt:

    1.These: Demokratie ist kein Entscheidungsverfahren:

    Regelmässig nach den Wahlen kann man Interpretationen lesen wie: "Jetzt ist der Wille des Wahlvolkes klar." Wenn man dann genau hinschaut, geht es um eine Verschiebung von vielleicht 3% Stimmanteile. Wenn man die Menschen frage, was sie mit der Demokratie verbinden hört man meistens, dass die Mehrheitsentscheidung dazu gehöre. Wird das Volk entscheiden. Dies ist aber nicht der Kern der Demokratie. Man erinnere sich an das Nazi-Regime, welches demokratisch mit Mehrheitsentscheid gewählt worden ist. Allein so betrachtet, hätten wir in vielen Diktaturen eine Legitimation. Vorsicht also mit Entscheidungsverfahren: Sie sind zwar wichtig, aber auf keinen Fall die Substanz der Demokratie

    Rousseau meint in dazu in einem seiner Werke, dass die Republik dadurch entstehe, dass die Individuen zusammenkommen und ihre jeweiligen Privatinteressen hinten anstellen. Denn in der Versammlung besteht die Orientierung am Gemeinwohl. Würde es demnach nach Rousseau gehen, dürften sich keine Parteien bilden, denn Parteien organisieren auch Privatinteressen und am Ende entscheidet man einstimmig.

    Kant meinte dazu: "Gestalte die rechtliche und institutionelle Ordnung so, dass auch diejenigen, die nicht moralisch motiviert sind, gezwungen sind, die Autonomie aller zu achten."

    -->Die Substanz der Demokratie ist kein kollektives Entscheidungsverfahren, die Substanz der Demokratie ist nicht die Anwendung der Mehrheitswahrnehmung.

    2.These: Demokratie ist kein Aushandlungsprozess also kein Bargaining:

    Es gibt Politiker und Theoretiker welche den Lobbyismus gut finden. Die Zusammenarbeit mit Lobbygruppen wird aber nur dann als legitim betrachtet, wenn sie am gemeinwohlorientiert genutzt wird. (Meiner Meinung nach aber nicht die Regel) Bestes Beispiel dafür war die fast 20 Jahre dauernde Berlusconi-Ära, welcher im Parlament seine eigenen Anwälte sitzen hatte und als Ministerpräsident zum Justizminister ging, um seine Privatgeschäfte klären zu lassen. Das war eine Demokratiekrise, die merkwürdigerweise von der Europäischen Union gar nicht thematisiert wurde. Wer Politik in der Demokratie als Aushandlungsprozess von wirtschaftlichen Interessen versteht, hat nicht verstanden, was Demokratie eigentlich ist.

     

    3.These: Demokratie ist keine kulturell oder ethnisch verfasste Gemeinschaft:

    Zuerst gibt es das Volk, dann den Staat. Die Nation beruht folglich auf einer kulturellen Identität. Die Basis eines demokratischen Nationalstaates ist die kulturelle Gemeinschaft und äussert sich dann in Aussagen wie: "Alle Mach geht vom Volke aus." - Ein Zitat aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

     

    Wenn Demokratie nun also weder ein Entscheidungsverfahren, noch Aushandlung, noch eine kulturelle oder anders verfasste ethnische Gemeinschaft ist, was ist sie dann?

    1.Sie ist eine Staatsform, die gleiche individuelle Rechte garantiert. Zum Beispiel beinhaltet das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland in den Artikeln 1-19 nur individuelle Rechte. So ist auch die individuelle Würde des Menschen staatlicherseits zu schützen, was als absolutes Recht interpretiert und nicht abwägungsfähig gegenüber anderen ist.

    2.Sie etabliert gleiche Staatsbürgerschaft, was meint eine Gleichheit als Bürgerin und Bürger. Im Sinne von Partizipationsrechten ist gleichermassen allen Bürgern möglich (Teilhaberechte, Gestaltungsrechte, dem aktiven + passiven Wahlrecht, die Assoziationsfreiheit)

    3.Sie stiftet eine Form von Solidarität, welche nicht auf kultureller, ethnischer, sprachlicher oder sonstiger Übereinstimmung beruht. Diese Solidarität bezieht sich auf die politische Gemeinschaft und die politische Gemeinschaft wird durch die Institutionen der Demokratie und die Mitwirkungsmöglichkeit und die gleichen individuellen Rechte erst gestiftet. Dies ist eine Tradition, der man sich in Frankreich z.B. viel stärker bewusst ist als in Deutschland.

     

    Zusammenfassend ist die Demokratie also dreierlei: die Sicherung individueller Rechte und Freiheiten, die Etablierung einer gleichen Staatsbürgerschaft und Gleichheit, sowie die Etablierung einer politischen  Solidarität.

     

    PS: Entschuldigt bitte diesen langen Eintrag :)

     
     31.05.20141 Antworten1 Antworten 
    0 Punkte
     
  •  ElBlinda: 
     

    wenn du s mit der Anarchie ernst meinst,könnte      psychophysischer-terror.com   für dich vielleicht interessant sein 

    zusammenfassenden Überblick am besten Recherche oder Aktuelles

    ;)

     
     22.03.2014 
    0 Punkte
     
  •  renee: 
     

    Ich habe gerade auf Startnext ein Projekt gefunden, was es sich zur Aufgabe macht, Meinungen zu analysieren, sortieren, zu bewerten um daraus eine Konsensmeinung zu bilden. Ziel der ganzen Angelegenheit ist es eine argumentbasierte Meinungsbildung zu erreichen, die dann als Grundlage fundierter Entscheidungsfindung dienen soll.

    Was sagen denn die Spezialisten der Konsensierungstechnologie dazu? Ist ein solches Projekt aussichtsreich, den selbst gesetzten Anspruch zu erfüllen? Gibt es in letzter Konsequenz auch Leute, die dort Geld investieren würden?

    http://www.startnext.de/brabbl

     
     15.03.2014 
    0 Punkte
     
  •  renee: 
     

    Ein schönes Referat! Ich würde allerdings schätzen, daß sich Anfänger der Systemtheorie erst mal ein Lehrbuch vornehmen sollten, die Überschrift "Einführung" ist wohl in einem relevanten Spezialseminar angemessen.

    Daß die Ökonomie nicht wirklich als Teilbereich aufgeführt ist verwundert angesichts des Beitrages von Luhmann "Die Wirtschaft der Gesellschaft" allerdings doch. Ich habe hier selbst mal ein bißchen was zusammengefaßt, was Ökonomie und Systemtheorie angeht:

    http://soffisticated.wordpress.com/2013/06/24/ist-okonomie-ein-system/

    Man darf daran durchaus mit einigen Vorkenntnissen herangehen. :-)

     
     18.02.20141 Antworten1 Antworten 
    1 Punkt
     
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