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Ideenaustausch und Gründung von Netzwerken für Menschen mit Demenz
 
Beschreibung

Die Zahl der Erkrankungen steigt stetig, Was ist die Ursache? Was kann getan werden, Wer ist Ansprechpartner? Wo bekommt man Hilfe? Was macht die Politik? Wie stark ist das Interesse der Wirtschaft? Wie kann sich ein Pflegender helfen, ob Privat, Beruflich, als Organisation?

Dies soll ein reger Austausch sein, Sammlung von Ideen, Vernetzung, Planung und Auftritt in der Öffentlichkeit.

Was tut sich? Was muß getan werden?

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  •  webtino: 
     

    Wo soll das alles noch Enden!!!

    Keine Zeit für Demenzpatienten

    Seit 2004 bekommen deutsche Kliniken für jeden behandelten Patienten nur noch einen Festbetrag: Die Fallpauschale richtet sich einzig nach der Diagnose und ist unabhängig, wie aufwendig die Pflege ist. Besonders negativ sind die Folgen für Demenzpatienten, wie eine Studie jetzt belegt.

    Die Zahl der Menschen mit Demenz steigt kontinuierlich. Das macht sich mittlerweile in jedem Krankenhaus bemerkbar: Schon mehr als jeder sechste Patient auf einer ganz normalen chirurgischen oder urologischen Station ist gleichzeitig ein Patient mit Demenz. Tatsache ist aber auch: In Kliniken wurde in den letzten Jahren massiv Pflegepersonal abgebaut. 2012 gab es 14.000 Krankenschwestern und Pfleger weniger als zehn Jahre zuvor. Da sind zwei Trends auf Kollisionskurs, sagt Professor Michael Isfort, Pflegeforscher von der Katholischen Hochschule NRW. Und Verlierer sind die Demenzpatienten.

    “Wir wissen über viele Programme, dass das eine ganz besondere Gruppe ist, die ganz besonderen Schutz eigentlich bedarf und sie passen so wenig in dieses DRG-System, was ja auf Geschwindigkeit gepolt ist. Die Versorgungsketten sind enger getaktet worden, man hat die Versorgung der Patienten nachweislich viel viel schneller hin bekommen, das ist für die meisten Patienten gut, einzelne Patienten werden darunter nicht profitieren und das sind insbesondere die Menschen, die nicht mehr einsortieren können, was in dieser Geschwindigkeit um sie herum passiert.”

    Was das nun genau für die Qualität der Patientenversorgung bedeutet, hat Michael Isfort in einer Studie untersucht. Welche Folgen hat es, wenn Kliniken dank Fallpauschalen-System wie Wirtschaftsunternehmen denken müssen? Wenn sie Gewinne maximieren wollen und zur Steigerung ihrer Effizienz immer mehr Patienten mit immer weniger Personal durchschleusen? Isfort und sein Team werteten Daten von 1800 deutschen Kliniken aus und befragten das Personal.

    Wir haben Daten, die uns aufzeigen, dass 90 Prozent der Pflegekräfte sagen: Wenn ein Mensch mit einer Demenz im Krankenhaus behandelt werden muss, der ja eigentlich entschleunigt werden müsste, der bräuchte eine sehr intensive, sehr langsame, sehr behutsame Zuwendung – das kriegen die gar nicht überwacht. 90 Prozent sagen: Das kriegen wir nicht stabilisiert, wir kriegen die Überwachung nicht hin und 70 Prozent schließen dann auch freiheitseinschränkende Maßnahmen, also Bettgitter, bis hin zu Fixierung, nicht aus, weil sie sagen: Wir sind einfach nicht genug Personal, wir können uns nicht daneben stellen.”

    Nur ganz vereinzelt stellen sich Kliniken jetzt auf Demenzpatienten ein, organisieren zum Beispiel spezielle Betreuer, die sie zur Therapie begleiten. Oder bieten eine Nachtmahlzeit, denn Demenzpatienten werden häufig nachts aktiv und haben dann Hunger. Aber all das kostet Geld. Und Kliniken bekommen für einen Blinddarmpatienten immer nur die feste Blinddarm-Pauschale von den Kassen, ob der Patient nun einer besonderen Pflege bedarf oder nicht. Genau das muss sich ändern, fordert Michael Isfort.

    “Bis 1995 gab es eine verbindliche Richtlinie, da musste zu einem bestimmten Schlüssel Pflegepersonal vorhanden sein im Krankenhaus, das wurde von den Kassen auch entsprechend finanziert, das ist abgeschafft worden und seitdem regiert der Markt. Immer mit der Hoffnung, dass der Markt im Sinne des Patienten alles regelt, und unsere klaren Hinweise aus der Pflege- und der Versorgungsforschung sind: Der Markt regelt das nicht. Der Markt regelt andere Dinge, die typisch sind für einen Markt. Er regelt den Erlös, er regelt die Preise, aber er regelt nicht die Qualität der Versorgung in der Pflege.”

    Danke an die Quelle: http://www.deutschlandfunk.de

     
     26.06.2014 
    1 Punkt
     
  •  Anonym: 
     

    Ich glaube es ist gut möglich, dass im Anfangsstadium der Mensch der an Demenz erkrankt ist auch mitleidet, weil er merkt, dass er nach und nach was vergisst. Im grossen und ganzen möchte die Gesellschaft diese Personen aber eher nicht in den Vordergrund stellen so quasi: Womit man sich nicht beschäftigt, existiert auch nicht. Ein grosses Problem stellt die Politik dar v.a. was das Gesundheitswesen betrifft. Fakt ist nun mal, dass Personen mit einer Demenz mehr Pflege und somit mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zeit ist aber in der heutigen Gesellschaft mangelwahre!

    Ich glaube es ist wichtig, dass die Gesellschaft und an vorderster Front die Politiker aufgeklärter sein müssen, was Demenz betrifft. Sie müssen sehen was in den Heimen, in den Spitälern vorgeht. Manche demenzerkrankte werden aus purer Zeitnot einfach an Stühle und in Betten "gefesselt" und was passiert dann? Dann entsteht ein Dekubitus (Wundliegen) und diesen zu behandeln erhöht noch zusätzlich die Gesundheitskosten, welche aber verhindert hätten werden können.

    Dieses Thema kann nicht nur an einer Front angegangen werden!

     
     24.06.20141 Antworten1 Antworten 
    1 Punkt
     
  •  webtino: 
     

    Wer leidet mehr an Demenz? Der mensch der Demenz hat oder die Gesellschaft und die Politik? Die darüber spricht aber es aus den Augen verlieren. Was für Ziele hat die Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder jeder einzelne? Ich beschäftige mich sehr mit diesem Thema, zumal ich ja jetzt auch die Zeit dafür habe. Nach meiner Weiterbildung zum Demenzcoach, werfen sich viele Fragen auf. Die akzeptanz ist sehr unterschiedlichst. Jenachdem wo die Interessen sind. Will man helfen oder daran Geld verdienen! Kann man beides? Ja! Nur erkennen das zu wenige die wollen nur das Geld verdienen. Kommt ein Mensch mit Demenz ins Krankenhaus, so ist er nur ein Fall. Der Fall, wird mit höchstens 5 Tagen Liegezeit abgerechnet, aber in dieser Zeit ist es nicht möglich, zu erkennen ob es eine Demenz ist oder nicht! Außer es ist soweit Fortgeschritten das man die Erkrankung erkennt.Wo bleibt die Würde des Menschen, wen man nur noch ein Fall ist? Fragen über Fragen, doch die Antworten sind gering und finden wenig Anklang.

     
     18.06.2014 
    2 Punkte
     
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